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Inventurrundgang:

Gemeinderat informierte sich über laufende Projekte

Es ist in Urbach gute Tradition, dass Verwaltung und Gemeinderat einmal im Jahr miteinander im Ort unterwegs sind, um sich über geplante, aber auch schon laufende Projekte zu informieren.

Dieses Jahr herrscht wahrlich kein Mangel an Baustellen, und so fiel es auch leicht, ein interessantes Besichtigungsprogramm zusammenzustellen. Als erstes informierte sich der Gemeinderat über den Stand beim Ausbau der Steinbeisstraße. Herr Koller, Bauleiter vom Büro Klinger und Partner, erklärte, der plangemäße Fertigstellungstermin, 26. April 2019, könne eingehalten werden. Die geplanten Baukosten von 3.009.000 € würden voraussichtlich um ca. 50 – 80.000 € überschritten, was auf Mehrkosten bei der Deponierung von Erdaushubmaterial zurückzuführen sei. Hier könnten im Vorfeld und für die Ausschreibung nur Annahmen zur Konsistenz / Belastung des abzutransportierenden Erdreiches getroffen werden, und wenn sich dann in Wirklichkeit andere Belastungs- bzw. Verwertungsstufen herausstellten, fielen für jede Tonne zu deponierender Erde entsprechend höhere Kosten an.

Die Steinbeisstraße verläuft nach ihrem Ausbau von der Anschlussstelle Wasenstraße / B 29 künftig über eine neue Urbach-Brücke hinüber, zwischen Jugendhaus und Kleintierzüchtervereinsheim durch, hinten an der Auerbachhalle vorbei und weiter bis zur Konrad-Hornschuch-Straße beim Bahnhaltepunkt.
Die neue Brücke über den Urbach beim Jugendhaus.

Der Gemeinderat schaute sich auch die Situation bei der Bushaltestelle am Bahnhaltepunkt an. Hier wurde aus der Mitte des Gemeinderats die Anbringung eines Dachs für Wartende gefordert. Eine Lösungsvariante könnte die Verlegung des (überdachten) Fahrradunterstandes ins Freie sein.

Die Bushaltestelle auf der Nordseite des Bahnhaltepunkts Urbach hat kein Schutzdach.

Nächste Station war die Baustelle des so genannten Vorflutsicherungsbauwerks. Es liegt an der Rems auf Höhe des Grillplatzes, aber auf der anderen Uferseite und muss unter sehr beengten Verhältnissen auf einer Dreiecksfläche zwischen Rems, Urbach und unmittelbar angrenzendem Gewerbegebiet gebaut werden. Früher hätte man Hochwasserpumpwerk zu dieser technischen Infrastruktur gesagt, wie Herr Rebmann vom Ingenieurbüro Riker und Rebmann erklärte. 2,2 Mio. € wird diese Maßnahme kosten, die im Hochwasserfall das hinterliegende Gewerbegebiet vor Überflutung bewahrt, indem es Wasser, das durch die Kanalisation sonst rückwärts Richtung Gewerbegebiet drücken würde, in die Rems pumpt. Das werden nach Fertigstellung vier Pumpen mit einer beachtlichen Fördermenge von je 800 l/sec bewerkstelligen.

Das Vorflutsicherungsbauwerk an der Rems dient dem Überflutungsschutz bei Hochwasser. Damit das Gebäude nicht aufschwimmt, werden der Boden 70 cm, die Wände 60 cm und die Decke 50 cm massiv betoniert. Ein Notstromaggregat mit 480 PS sorgt für eine autarke Energieversorgung auch bei Stromausfall.

Das Bachbett des Urbachs wird zwischen Neumühleweg und Steinbeisstraße aufgeweitet und renaturiert. Ein neuer Radweg führt nach Fertigstellung von der Rems hinein nach Urbach und über die Bachstraße bis in die Ortsmitte.

Auch die Aufweitung des Bachbetts des Urbachs befindet sich noch im Bau, und auch das Brückle über den Urbach fehlt noch, aber man kann sich schon gut vorstellen, wie schön es dann einmal aussehen wird, wenn’s fertig ist und alles grün.

Der Hochwasserrückhalteraum 4 Plüderhausen – Urbach wird im Juli 2019 in Betrieb gehen können, wie Herr Schanz vom Ingenieurbüro Wald + Corbe versicherte. 16,5 Mio. € kostet dieses Hochwasserschutzprojekt. Zu 7 Monaten Bauzeitverzögerung sei es gekommen, weil das Auslassbauwerk habe 50 cm tiefer gesetzt werden müssen, um die Anlage auch für den Fall gewappnet zu haben, dass irgendwann einmal das unterliegende Remswehr beseitigt werden sollte. Schon rechtzeitig vor Beginn der Remstal Gartenschau im Mai soll der quer durch das Gelände und über die Dämme führende Radweg zwischen Urbach und Plüderhausen wieder benutzbar sein.

Heute noch „Mondlandschaft“, wird das HRB 4, bei dem der Wasserverband Rems Bauherr ist, ab Mitte 2019 einen eminent wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz an der Rems leisten. 
Das Auslassbauwerk, mit dem später einmal bei Rems-Hochwasser die Abflussmengen remstalabwärts gepuffert werden.

Nächstes Ziel war die Urbacher Mitte II. Dort bekamen Verwaltung und Gemeinderat von Bildhauer Christoph Traub erläutert und gezeigt, wo und welche Skulpturen und Kunstwerke im Zuge der geplanten „Kunst-Achse“ während der Remstal Gartenschau entlang des Grünzuges durch das Gebiet platziert werden.

Bildhauer Christoph Traub erklärt dem Gemeinderat die Standorte für die Skulpturen.
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