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Gemeinde Urbach bringt die E-Mobilität voran

Im November 2019 hält die E-Mobilität bei der Gemeinde Urbach Einzug. Die Gemeindeverwaltung verfügte bisher über zwei Pkw mit Verbrennungsmotor als Dienstfahrzeuge. Jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Es kommen erstmals zwei Elektrofahrzeuge, und zwar Renault Zoe, zum Einsatz.

Einer der beiden „Stromer“ resultiert aus einem ganz neuen, erstmalig praktizierten Modell, für das die Gemeinde Urbach und die stadtmobil carsharing AG eine Kooperation eingegangen sind, um die Elektromobilität im Ort zu fördern und damit einen Beitrag zur CO2-Reduzierung zu leisten. Berührungsängste sollen genommen, Neugier in der Bevölkerung geweckt werden. „Während andere noch überlegen, handeln wir“, so Bürgermeisterin Martina Fehrlen bei der Vorstellung des Modells zusammen mit stadtmobil-Vorstand Ulrich Stähle.
Denn ab sofort ist es in Urbach ganz einfach, mit dem CarSharing zu beginnen. Direkt vor dem Rathaus in Urbach haben die Gemeinde und stadtmobil einen Stellplatz für ein CarSharing-Fahrzeug eingerichtet und ausgeschildert. Bürgermeisterin Martina Fehrlen hat hierfür gerne ihren „Bürgermeister-Parkplatz“ auf der Rathausseite Richtung Schießgasse zur Verfügung gestellt. Erst wurde dort eine Ladesäule installiert. Den Strom liefert das Remstalwerk – Ökostrom natürlich! Und dort steht jetzt ein Renault Zoe. Das Besondere daran: Die Gemeinde kann ihn während der Dienstzeiten als Dienstfahrzeug benutzen. Außerhalb derselben, also abends und an Wochenenden, können alle stadtmobil-Kund*innen das Fahrzeug buchen und benutzen. Private Neukund*innen von stadtmobil können nach einer Online-Anmeldung die erforderliche Validierung ihres Führerscheins und Personalausweises im Servicebüro der Gemeinde Urbach während dessen Öffnungszeiten vornehmen lassen. Sie erhalten nach erfolgreicher Validierung sofort ihre Zugangskarte. Damit können dann stadtmobil-Fahrzeuge bundesweit benutzt werden. „Die Nutzung für Dienstfahrten der Gemeinde trägt dazu bei, eine ausreichende Auslastung des Fahrzeugs sicherzustellen“, so der Vorstand von stadtmobil, Ulrich Stähle.
Bürgermeisterin Fehrlen freut sich auf das Angebot und ist optimistisch, dass es von der Bürgerschaft gut angenommen wird. Denn seit der Renault Zoe vor Kurzem vor dem Rathaus geparkt wurde, sei sie schon wiederholt aus der Mitte der Bevölkerung darauf angesprochen worden, was es damit denn auf sich habe. Insofern freute sie sich sehr, jetzt den offiziellen Startschuss für das Projekt geben zu können. Und ganz nebenbei auch darüber, auf eines der bisherigen Dienstfahrzeuge auf diese Weise verzichten zu können. Und schließlich stelle die Entscheidung pro Elektromobilität einen Paradigmenwechsel im Hinblick auf den eigenen Fuhrpark dar, so die Bürgermeisterin.

Bürgermeisterin Martina Fehrlen und stadtmobil-Vorstand Ulrich Stähle geben den Startschuss für den neuen stadtmobil-Stellplatz und das Carsharing-Fahrzeug Renault Zoe vor dem Urbacher Rathaus.

„Mit diesem neuen Elektrofahrzeug stehen im Rems-Murr Kreis über 30 und in der Region Stuttgart über 500 stadtmobil-Fahrzeuge zur Verfügung“, so Ulrich Stähle.
Mit den Ladekarten im „Urbacher“ Fahrzeug kann nicht nur an der Ladesäule vor dem Rathaus, sondern auch an allen EnBW-Ladesäulen Strom getankt werden. Weitere E-Ladesäulen im Ort werden folgen, so Bürgermeisterin Fehrlen. So sei z.B. eine in der Friedhofstraße in de Urbacher Mitte II geplant, Anfang nächsten Jahres eine bei de Wittumhalle und auch für eine bei der Auerbachhalle sei man in Gesprächen. Bürgermeisterin Fehrlen freute sich, dass stadtmobil auch auf dem Urbacher Wochenmarkt Präsenz zeigen will, um zusätzliche Aufmerksamkeit auf das neue Carsharing-Modell zu lenken.
Die stadtmobil-Fahrzeuge sind ein wichtiger Bestandteil der vernetzten und nachhaltigen Mobilität im Ballungsraum Stuttgart. Dem Verein StadtMobil e.V. gelang es, ein Angebot von 30 stadtmobil-Fahrzeugen im Rems-Murr Kreis aufzubauen. Dabei ist die Auswahl in Waiblingen mit 7 Fahrzeugen, darunter ein Kleinbus und mehrere Kombis am größten. Weitere Fahrzeuge sind an vielen S-Bahn-Haltestellen z. B. in Schorndorf, Remshalden, Weinstadt und Kernen im Remstal aufgestellt. Damit bietet stadtmobil mehr als nur Kleinwagen: wer bedarfsabhängig mal ein größeres, mal ein kleineres Fahrzeug mieten will, findet ein großes Angebot. Die Geschäftsstelle der stadtmobil carsharing AG in Stuttgart und die ehrenamtlichen Vertreter des StadtMobil e.V. stehen für persönliche Beratungen bereit.
Moderne elektronische Zugangssysteme machen die Fahrzeugübernahme unabhängig von Geschäftszeiten oder personalbedienten Filialen. Die Berechnung der Kosten erfolgt auf Basis der gewählten Fahrzeuggröße (kleine Autos sind günstiger als große). Die Nutzungskosten setzen sich aus einer zeitund entfernungsabhängigen Preiskomponente zusammen. Die Kraftstoffkosten sind in den Tarifentgelten bereits enthalten. Je nach Tarifmodell fällt zusätzlich ein geringer Monatsbeitrag an. Der Kunde zahlt also nur für die tatsächliche Nutzung des Autos, was bis zu einer Fahrleistung von etwa 12.000 Kilometern im Jahr günstiger ist als die Anschaffung und der Unterhalt eines eigenen Fahrzeugs. stadtmobil ist ein Anbieter von stationsbasiertem CarSharing, das heißt, er stellt sein Angebot an bestimmten Stationen im Stadt- bzw. Gemeindegebiet zur Verfügung. In Urbach ist es zum Beispiel die Station vor dem Rathaus, in Schorndorf in der Rosenstraße am Bahnhof und in der Gartenstraße am Bahnhof. Dort werden die Fahrzeuge abgeholt und nach Gebrauch auch wieder zurückgestellt. Jedem Fahrzeug ist ein Stellplatz fest zugeordnet. Die festen Stationen bieten dem Kunden eine große Zuverlässigkeit: Er weiß, wo er sein gebuchtes Auto findet und kann seine Fahrt bis zu 6 Monate im Voraus planen und buchen. Der Kunde wählt nach seinem aktuellen Nutzungsbedarf das gewünschte Fahrzeugmodell und die ihm passende Station bei der Buchung aus.
stadtmobil CarSharing ist eine Ergänzung zu den Verkehrsmitteln des Umweltverbunds und eine vollwertige Alternative zum Privat- oder Firmenwagen. Der ökologische Vorteil des stationären CarSharing ist unstrittig. Zahlreiche Studien haben belegt, dass das stationsbasierte CarSharing einen positiven Beitrag für das Klima leistet. Ein CarSharing-Fahrzeug ersetzt 7 - 19 private Pkw. Dazu kommt eine Schadstoff-Einsparung durch verringerte Pkw-Fahrleistung und ein geringer Verbrauch der CarSharing-Flotte, da über 50 % der Fahrzeuge Klein- und Kleinstwagen sind. Erfolgreich ist CarSharing dort, wo durch vorhandene ÖPNV-Verbindungen eine Alternative zur täglichen Autonutzung gegeben wird.
Die Kunden von stadtmobil sind nicht weniger mobil. Sie verlagern ihre Mobilität auf den ÖPNV und nutzen häufiger das Fahrrad oder gehen zu Fuß. Sie besitzen meist kein Auto im Haushalt und sind überproportional Jahreskartenbesitzer des öffentlichen Nahverkehrs.

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