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Coronavirus

Bürgermeisterin Frau Martina Fehrlen

Liebe Bürgerinnen und Bürger, in den letzten Tagen mussten wir erleben, wie unser Alltag im Stundentakt immer weiter aus den Fugen geriet. Der dynamische Verlauf der Coronavirus-Pandemie zwingt uns zu so noch nie da gewesenen Maßnahmen. In benachbarten Staaten sind inzwischen Ausgangsverbote verhängt worden, um die weitere Ausbreitung zu verlangsamen.

Pläne, egal wie bedeutsam, fielen in sich zusammen. Auf ein Konzert oder den Urlaub hat sich mancher monatelang gefreut. Ein runder Geburtstag, die Hochzeit oder die Konfirmationen ist einmalig und droht nun zurückgestellt zu werden. Begrüßungskontakte und andere gute Gewohnheiten müssen wir uns abgewöhnen. Leidenschaften wie den Fußball und andere liebgewonnene sportliche Aktivitäten müssen wir spontan aufgeben. Und niemand weiß wie lange diese Situation andauert!
 

Coronavirus Darstellung BzGA

Die gesundheitliche Vorsorge verlangt Isolierung, wo immer es geht. Jetzt ist Abstand geboten, obwohl wir doch gerade jetzt eine schützende und einfühlsame Gemeinschaft bräuchten. Paradoxerweise dient es der Gemeinschaft, wenn wir andere durch Abstand schützen. Gerade für junge Menschen ist dies teilweise schwer nachvollziehbar. Aber auch sie sollten die vielen Wochen ohne Schule nicht gemeinsam in Gruppen verbringen. Abstand halten ist gemeinschaftliches Handeln, mit dem wir füreinander sorgen. Mit besonnenem Handeln können wir, kann jede*r Einzelne die Gefahren und Schäden begrenzen! Ein winziges Virus, für das bloße Auge unsichtbar, verändert unsere Sicht auf die globalisierte Welt. Wir, meine Mitarbeiter*innen und ich gemeinsam mit dem DRK und der Feuerwehr, tun alles dafür, um die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung im Rathaus und in Urbach aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, damit Sie weiterhin mit den notwenigen Dienstleistungen versorgt werden. Gewisse Einschränkungen sind jedoch unvermeidbar. Dafür bitte ich Sie um Ihr Verständnis. Dazu gehört die Schließung des Rathauses für den allgemeinen Besuchsverkehr. Bis auf weiteres sind Besuche im Rathaus nur noch in wichtigen und unaufschiebbaren Angelegenheiten nach Terminvereinbarung zulässig. Der Rathausbetrieb wird aufrechterhalten, allerdings mit einem absoluten Minimum an persönlichem Kontakt. Darüber hinaus haben wir im Rathaus Schichtarbeit mit der Möglichkeit für Homeoffice und damit das Arbeiten von Zuhause während einer potentiellen Quarantäne eingeführt.Damit reduzieren wir das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus für die Bürger*innen sowie für unsere Mitarbeiter*innen. Wir bitten die Bürger*innen, ihre Anliegen telefonisch oder per E-Mail an uns zu richten. Die Kontaktdaten stehen im Mitteilungsblatt und auf unserer Homepage unter www.urbach.de. Für Terminvereinbarungen steht ein Formblatt zum Download zur Verfügung. Das Formblatt liegt auch in einem Umschlag vor dem Rathaus aus. Das Formblatt muss für die Terminvereinbarung ausgefüllt abgegeben werden (Briefkasten oder per E-Mail).
Darüber hinaus mussten alle Veranstaltungen vorerst bis Ende April abgesagt werden. Die Vereine, Verbände, Kirchen und Parteien haben bereits in der letzten Woche schnell und umsichtig reagiert. Auch der Besuch in Pflegeeinrichtungen ist vorerst untersagt zum Schutz unserer älteren Bürger*innen. Alle öffentlichen Einrichtungen wurden gemäß Rechtsverordnung des Landes Baden-Württemberg ab sofort bis zum 14. Juni 2020 geschlossen (Wittumhalle, Atriumhalle, Jugendhaus, Mediathek, Lehrschwimmbecken, Freibad Hagsteige). Auch die Aussegnungshalle ist vorerst geschlossen. Kindergärten und Schulen sind bis Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notfallversorgung ist eingerichtet.
Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Von diesem Verbot ausgenommen sind Speisegaststätten, wenn mehrere Sicherheitsmaßnahmen sichergestellt sind.
Aufgrund der hohen Dynamik kann sich die Rechtslage bis zur Veröffentlichung des Mitteilungsblatts bereits weiter verschärft haben. Aktuelle Informationen und Links zu wichtigen Seiten stellen wir regelmäßig auf unserer Homepage www.urbach.de für Sie zusammen.
Wir haben eine Hilfsstelle eingerichtet unter 07181 8007-99 oder servicebuero@urbach.de, um Hilfesuchende und Hilfeanbietende zusammen zu bringen. Gerade in Pandemie Situationen ist es wichtig, sich in der Nachbarschaft zu solidarisieren und insbesondere älteren und kranken Menschen Unterstützung anzubieten. Es ist schön zu sehen, wie stark der Zusammenhalt in der jetzigen Situation ist. Seien Sie weiter füreinander da – ob am Telefon, über das Internet oder mit entsprechend Abstand über den Gartenzaun.
Besonderen Respekt verdienen die Personen, welche in „systemrelevanten Berufen“ wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, Apotheken oder Supermärkten arbeiten. Auch unsere Freiwilligendienste DRK und Freiwillige Feuerwehr stehen im Notfall für uns als Gesellschaft bereit. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank!
Die Welt nach Überwindung der Pandemie wird eine andere sein. In welcher Welt, in welcher Gesellschaft wir leben werden, hängt von uns ab. Ich glaube an unsere Vernunft, ich glaube an unsere Solidarität. Was wir jetzt tun stärkt unsereGemeinschaft, weil wir uns einander umsorgen und uns gegenseitig schützen. Je konsequenter wir jetzt handeln, desto größer ist die Chance, dass wir die Krise bald überwinden können.
Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Gottes Segen in dieser bewegenden Zeit, die uns alle herausfordert.
 
Bleiben Sie gesund!

Herzlichst Ihre
 
Martina Fehrlen
Bürgermeisterin
Gemeinde Urbach

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