Appell zum Verzicht auf privates Silvesterfeuerwerk
Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein Anlass zur Freude und zum gemeinsamen Feiern. Zugleich möchten wir eindringlich dazu aufrufen, auf das Abbrennen von privatem Silvesterfeuerwerk zu verzichten.
Aus Gründen der Sicherheit stellt Feuerwerk – insbesondere der Gebrauch illegaler oder unsachgemäß verwendeter Böller – eine erhebliche Gefahr dar. Jährlich kommt es zu schweren Verletzungen an Händen, Augen und Ohren sowie zu Bränden an Gebäuden, Fahrzeugen und in der Natur. Diese Risiken gefährden nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch unbeteiligte Dritte und binden wertvolle Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
Auch aus Sicht des Tierschutzes ist Feuerwerk problematisch. Die lauten Knallgeräusche und Lichtblitze versetzen Haus- und Wildtiere in große Angst und Panik. Viele Tiere erleiden erheblichen Stress, Verletzungen oder flüchten orientierungslos. Besonders betroffen sind Hunde, Katzen, Pferde sowie Vögel und Wildtiere.
Darüber hinaus belastet Silvesterfeuerwerk die Luftqualität erheblich. In kurzer Zeit werden große Mengen an Feinstaub freigesetzt, die die Atemluft verschlechtern und insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesundheitsschädlich sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rücksichtnahme auf Mitmenschen, insbesondere auf Geflüchtete aus Kriegs- und Krisengebieten. Für viele von ihnen können die lauten Explosionen Erinnerungen an traumatische Erlebnisse wachrufen und starke Angstgefühle auslösen.
Bitte beachten Sie zudem die geltenden gesetzlichen Regelungen:
Das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 (klassisches Silvesterfeuerwerk) ist ausschließlich am 31. Dezember und am 1. Januar erlaubt. Außerhalb dieser beiden Tage ist das Abbrennen von Pyrotechnik grundsätzlich verboten. Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Grundsätzlich unterlassen werden sollte das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe von Kirchen, Pflegeheimen und Ortsteilen mit alten Gebäuden und Fachwerkhäusern.
Wir bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein und appellieren, den Jahreswechsel ohne privates Feuerwerk zu feiern. Es gibt zahlreiche alternative Möglichkeiten, das neue Jahr stimmungsvoll, gemeinschaftlich und friedlich zu begrüßen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
