Es reicht langsam: Rücksichtsloses Verhalten am Grillplatz „ErlebnisReich Rems“ sorgt erneut für Empörung

So haben Mitarbeiter jüngst wieder den Grillplatz "ErlebnisReich" Rems angetroffen - einfach unfassbar! 

Man fragt sich inzwischen ernsthaft, was in manchen Köpfen vorgeht. Erneut bot sich den Mitarbeitern des Bauhofs am Donnerstagmorgen vergangener Woche ein Bild des völligen Respektsverlustes an am „ErlebnisReich Rems“. Müll, Essensreste, Verpackungen, Flaschen und achtlos weggeworfene Grillabfälle lagen verstreut auf dem gesamten Platz.
Offenbar halten manche Nutzerinnen und Nutzer öffentliche Einrichtungen inzwischen für rechtsfreie Räume, in denen man sich benehmen kann wie auf einer wilden Müllkippe. Anders lässt sich kaum erklären, weshalb Menschen einen Platz derart verdreckt und verwüstet hinterlassen. Wer so handelt, zeigt nicht nur mangelnden Anstand, sondern auch eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber Mitmenschen und Umwelt.
 
Besonders ärgerlich ist dabei die Selbstverständlichkeit, mit der Lebensmittel und Verpackungen einfach liegen gelassen werden. Damit werden Tiere angelockt – von Krähen über Waschbären bis hin zu Ratten. Die Folgen dürfen dann wieder andere beseitigen: die Mitarbeiter des Bauhofs, die ohnehin genug andere wichtige Aufgaben zu erledigen haben.
 
Als wäre das alles noch nicht genug gewesen, musste am frühen Pfingstmontag-Morgen auch noch die Feuerwehr ausrücken. Grund dafür war ein brennender Mülleimer an der Grillstelle, der gelöscht werden musste. Auch hier stellt sich zwangsläufig die Frage, wie verantwortungslos man eigentlich sein muss, um eine solche Situation zu verursachen. Ob Gedankenlosigkeit oder gar Vorsatz dahintersteckt, lässt sich nicht sagen – in jedem Fall jedoch ist ein solches Verhalten völlig inakzeptabel.

Immer wieder wird in solchen Fällen der Ruf nach Überwachungskameras laut. Tatsache ist jedoch, dass eine lückenlose Überwachung öffentlicher Plätze aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist - auch nicht nach der Novellierung des Gesetzes! Ebenso wenig können Polizei oder Gemeindevollzugsdienst dauerhaft an solchen Orten präsent sein. Umso mehr sollte eigentlich der gesunde Menschenverstand und ein Mindestmaß an Rücksichtnahme selbstverständlich sein.
 
Die Leidtragenden sind am Ende all jene Bürgerinnen und Bürger, Familien, Kinder und Radfahrer, die solche Plätze ordentlich nutzen und dort ihre Freizeit verbringen möchten. Denn wenn sich die Zustände weiter verschlechtern, wird früher oder später zwangsläufig die Frage im Raum stehen, ob solche öffentlichen Grill- und Freizeiteinrichtungen überhaupt noch betrieben werden können.
Dabei wäre alles so einfach: Müll gehört in die vorgesehenen Behälter oder wieder mit nach Hause genommen. Ein Platz sollte grundsätzlich so verlassen werden, wie man ihn selbst gerne vorfinden würde. Offenbar ist dieser einfache Grundsatz für manche jedoch bereits zu viel verlangt.