Leistungen

Religionsunterricht - sich selbst oder ein Kind abmelden

Religionsunterricht ist an öffentlichen Schulen Pflicht. Schülerinnen oder Schüler sind grundsätzlich zur Teilnahme am Religionsunterricht ihres Bekenntnisses verpflichtet. Wollen Schülerinnen oder Schüler nicht daran teilnehmen, müssen sie sich abmelden beziehungsweise von den Erziehungsberechtigten abgemeldet werden. Sie besuchen danach ab Klassenstufe 5 den Ethikunterricht.

Hinweis: Eine erneute Anmeldung zum Religionsunterricht kann die Schule zum nächsten Schulhalbjahr berücksichtigen.

Leistungsdetails

Voraussetzungen

Die Schülerinnen oder Schüler müssen Glaubens- und Gewissensgründe vorbringen, die der Teilnahme am Religionsunterricht entgegenstehen.

Hinweis: Eine Überprüfung der angegebenen Glaubens- und Gewissensgründe findet nicht statt.

Verfahrensablauf

Eltern beziehungsweise Schülerinnen oder Schüler müssen schriftlich erklären, dass sie sich vom Religionsunterricht abmelden. Die Erklärung wird bei der Schulleitung abgegeben. Je nach Alter gilt:

  • vor dem 12. Geburtstag:
    Beide Elternteile müssen die Erklärung unterschreiben.
  • nach dem 12. und vor dem 14. Geburtstag:
    Zusätzlich zur Unterschrift beider Eltern muss sich die Schülerin beziehungsweise der Schüler mit der Abmeldung bei der Schulleitung ausdrücklich einverstanden erklären. Ab diesem Alter dürfen Schülerinnen und Schüler nicht gegen ihren Willen in einem anderen Bekenntnis erzogen werden. Auch können ihre Eltern sie nicht mehr gegen ihren Willen abmelden.
  • nach dem 14. und vor dem 18. Geburtstag:
    Ab 14 Jahren sind die Schülerinnen und Schüler religionsmündig, sie unterschreiben die Erklärung daher selbst. Zum Übergabetermin bei der Schulleitung müssen die Eltern eingeladen werden.

Die Erklärung muss neben den Unterschriften der Elternteile beziehungsweise Ihrer Unterschrift folgende Angaben enthalten:

  • Name
  • Klasse
  • Datum

Fristen

Spätestens zwei Wochen nach Beginn des Unterrichts des Schulhalbjahres

Erforderliche Unterlagen

keine

Kosten

keine

Hinweise

In Baden-Württemberg können Schülerinnen oder Schüler an den öffentlichen Schulen evangelischen beziehungsweise katholischen Religionsunterricht und an einzelnen Standorten

  • altkatholischen,
  • jüdischen,
  • syrisch-orthodoxen,
  • orthodoxen,
  • alevitischen Religionsunterricht und
  • islamischen Religionsunterricht sunnitischer Prägung

besuchen.

Rechtsgrundlage

Freigabevermerk

05.02.2026 Kultusministerium Baden-Württemberg